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SUMMARY:„Freies Land“ (DEFA-Film\, 1946)
DESCRIPTION:Freies Land (DEFA-Film von 1946)\nErlebnisse deutscher Flüchtlinge\, Bauern und Neusiedler nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und zu Beginn der Bodenreform 1946. Gedreht in der Westprignitz und im Notstandsgebiet um Lebus. In der Mischung aus Reportage und Inszenierung spielen viele Betroffene sich selbst. Der lange vergessene zweite DEFA-Film nach Die Mörder sind unter uns. In einem Drehbericht vom Juni 1946 vermeldete die Berliner Zeitung: »Alle machen mit: Einwohner\, Häuser\, Felder\, Vieh.« Die Rede war vom zweiten langen Film der DEFA\, Freies Land. Regisseur Milo Harbich versuchte sich an einer Mischung aus Reportage und Spielhandlung\, ähnlich den Arbeiten der italienischen Neorealisten. Was geschah nach Kriegsende auf dem Land? Flüchtlingstrecks durchziehen die Dörfer\, eine junge Frau muss eines ihrer Kinder am Wegrand begraben\, der Mann war in den Krieg gezogen und gilt als vermisst. Doch der Film begnügt sich nicht mit Bildern des Leids; sein Ziel war\, Hoffnung zu vermitteln. So wird der Boden der Großgrundbesitzer verteilt\, die Kleinbauern erhalten Hilfe von neu geschaffenen Maschinenstationen\, und auch der Soldat kehrt zurück. Frieden und Bodenreform als Urquell besseren Lebens. Freies Land ist trotz starker didaktischer Züge heute ein einmaliges Dokument jener Nachkriegsjahre. Der in der Westprignitz und zum Teil in Lenzen gedrehte Film stellt anhand kaleidoskopischer Szenen viele Facetten des schweren Neuanfangs nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im ländlichen Raum dar: zerstörte Substanz\, herrenlose Güter\, Vertriebene aus dem Osten und Hamsternde aus der Stadt – ganz abgesehen von den seelischen Verwüstungen\, die der Krieg hinterlassen hat. Dabei sind besonders die Menschen im Blick. In einer überraschend improvisiert wirkenden Mischung aus Spiel und Dokumentarszenen verbirgt der Film seine didaktischen Motive nicht. Mit platten propagandistischen Parolen hält er sich jedoch zurück. Sehenswert! \nRegie und Drehbuch Milo Harbich 1946 80 min Spiellilm\, FSK: 16 Jahre\nQuelle: Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur \n    \nFotos: ©DEFA-Stiftung/Otto Baecker
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